Online-Glücksspiel in Österreich – so sieht es aus

Glücksspiel an sich ist in Österreich nicht verboten. Ganz im Gegenteil, es gibt mehrere landbasierte Casinos, ein offizielles Online Casino und diverse Automatensalons, also Einrichtungen, in denen Spielautomaten aufgestellt wurden. Auch Sportwetten können ganz legal betrieben werden, denn sie gelten in Österreich als Geschicklichkeitsspiele. Der Unterschied zum Glücksspiel? Beim Geschicklichkeitsspiel verlässt man sich nicht völlig auf sein Glück, sondern nutzt seine Kenntnisse und sein Wissen, um eine halbwegs fundierte Entscheidung zu treffen, bevor man eine Wette platziert.

Was jedoch offiziell verboten ist, ist Online-Glücksspiel außerhalb des Win2Day-Casinos. Das Win2Day-Casino hat als einziger Anbieter eine österreichische Lizenz und darf daher von allen Österreichern, die älter als 18 sind, besucht werden. Leider bietet dieses Online Casino kein sonderlich umfassendes Spielportfolio und auch keine Boni oder Aktionen, weshalb viele Spieler sich fragen, ob es nicht genauso sicher wäre, in einem Online Casino mit europäischer Lizenz zu spielen.

Welche Rolle spielt der Spielerschutz in Österreich?

Spielerschutz – das ist das Stichwort, wenn es um die Zulassung von Glücksspiel geht. Bei staatlich lizenzierten Casinos – egal, ob online oder landbasiert – kann der Staat seiner Kontrollfunktion und Aufsichtspflicht nachkommen, was bei europäisch lizenzierten eben nicht der Fall ist. Aber werden die Spieler hier wirklich besser geschützt? Das ist zu bezweifeln, weil alle Online-Glücksspielanbieter, die z. B. eine maltesische Lizenz haben, ein strenges Auswahlverfahren hinter sich bringen müssen, bevor ihnen eine Lizenz erteilt wird. Und diese Lizenz ist auch nur fünf Jahre lang gültig, danach muss sie erneut beantragt werden. Teil dieses Lizenzierungsverfahrens ist auch die Prüfung, ob ausreichende Maßnahmen zum Schutz der Spieler getroffen werden. Schauen wir uns an, wie diese Maßnahmen aussehen.

An erster Stelle ist zu sagen, dass auf der Startseite jedes seriösen Online Casinos ein Link zu finden ist, der den Titel „Verantwortungsvolles Spielen“ trägt. Dieser Link findet sich normalerweise neben den AGB, der Datenschutzrichtlinie und den Zahlungsmethoden, ist also gut sichtbar positioniert. Wenn man diesen Link anklickt, kommt man zu einer Unterseite, die alle Methoden präsentiert, wie man sein Spielverhalten überprüfen und steuern kann, sodass die Gefahr einer Spielsucht gemindert wird.

Möglichkeiten zum Schutz vor unkontrolliertem Spielverhalten

  • „Vernachlässigen Sie Ihre Familie, weil sie zu viel im Online Casino spielen?“
  • „Setzen Sie Freundschaften oder Ihre Beziehung für das Zocken auf der Online-Glücksspielplattform aufs Spiel?“
  • „Wollen Sie mit Glücksspielgewinnen eventuelle Verluste, die Sie erlitten haben, ausgleichen?“

So oder so ähnlich sehen die Fragen aus, die sich in den Fragenkatalogen von seriösen Online Casinos finden. Sie stehen an erster Stelle unter dem Link für verantwortungsvolles Spielen und sollten auch gelesen werden, wenn man der Meinung ist, dass das Spielverhalten völlig normal ist. Wenn Spieler jedoch auf eine oder mehrere Fragen mit „Ja“ antworten, sollten die Alarmglocken läuten. In vielen Fällen helfen schon die technischen Hilfsmittel, die alle Online Casinos eingerichtet haben:

Finanzielle Begrenzungen

Es gibt mehrere Möglichkeiten, wie man seine Finanzen im Blick und unter Kontrolle halten kann. Beispiel sind:

Einzahlungslimits

Einzahlungslimit bedeutet, dass der Spieler die Summe begrenzt, die er pro Transaktion auf sein Spielkonto einzahlt. Wenn der Betrag verspielt wurde, ist es erst einmal vorbei. Dann kann der Spieler für einen festgelegten Zeitraum kein Geld mehr einzahlen.

Verlustlimits

Ein Verlustlimit ist ebenfalls eine finanzielle Begrenzung, die sich aber auf den Spielverlauf bezieht. Hier geht es darum zu bestimmen, welche Summe man pro Spielsession verlieren kann, ohne in eine finanzielle Schieflage zu geraten. Ist der angegebene Betrag weg, ist das Spiel zu Ende und man wird automatisch abgemeldet. Erst nach einer so genannten „Abkühlphase“ darf man sich wieder anmelden.

Zeitliche Begrenzungen

Man kann aber nicht nur sein Geld, sondern auch seine Zeit, die man im Online Casino verbringt, begrenzen. Dazu dienen:

Sitzungslimits

Sitzungslimits sind Einschränkung der Spielzeit auf einer Online-Glücksspielplattform. Wenn man ein Sitzungslimit einrichtet, legt man vor Beginn des Spielens fest, wie lange man spielen möchte, also z. B. eine oder zwei Stunden. Danach wird man automatisch abgemeldet.

Für zeitliche und finanzielle Begrenzungen, die der Spieler einrichtet, gilt, dass sie wieder geändert werden können, allerdings nicht sofort. Man muss mindestens 24 Stunden warten, manchmal sogar länger, bis man wieder Zugriff auf sein Konto hat und seine Limits ändern kann.

Selbstausschluss

Wenn allerdings die technischen Möglichkeiten nicht ausreichen, um das Spielverhalten zu kontrollieren und zu steuern, kann man sich auch komplett vom Spielen ausschließen. In diesem Fall legt man fest, wie lange man den Zugriff auf sein Spielerkonto sperrt. Es besteht die Möglichkeit, sich für ein paar Tage, ein paar Wochen, ein paar Monate oder für immer zu sperren. Während der Sperrphase kann man sich nicht am Spielerkonto anmelden, kann keine Einzahlungen tätigen und natürlich auch nicht spielen.

Das Online Casino respektiert die Entscheidungen seiner Gäste und verzichtet für die Zeit der Sperre komplett darauf, E-Mails oder Werbung zu versenden.

Und wenn alle technischen Mittel versagen und den Spieler nicht vor der Spielsucht schützen, finden sich auf der Seite zum Verantwortungsvollen Spielen auch verschiedene Adressen von Organisationen und Einrichtungen, die Spielsüchtigen und deren Angehörigen mit Rat und Tat zur Seite stehen.

Organisationen, an die man sich bei Spielsucht wenden kann

Spielsucht gibt es nicht erst seit gestern und heute, daher sind die Symptome und Möglichkeiten zur Behandlung bekannt. Schon immer gab es Spielsüchtige, die auch in den höchsten gesellschaftlichen Kreisen zu finden waren. Das Problem heute besteht darin, dass man im Online Casino viel ungestörter und anonymer spielen kann, sodass eine Spielsuchtproblematik vielleicht erst zu spät erkannt wird. Dann ist es gut, wenn man sich an eine Organisation wenden kann, die mit der Problematik vertraut ist:

Des Weiteren gibt es auch noch eine technische Möglichkeit, um das Glücksspiel zumindest zuhause zu unterbinden. Unter:

Kkann man eine Software herunterladen, die Online-Glücksspielseiten automatisch blockiert.

Nicht jeder Spieler wird automatisch spielsüchtig…

Wie bei vielen anderen Dingen, die ein Suchtpotenzial bieten, gilt die Regel „alles in Maßen“. Wenn man sich der Gefahren des Spielens bewusst ist, wie man ja auch die Suchtgefahr bei Alkohol oder Tabak oder Drogen kennt, kann man unbeschwert Spaß im Online Casino erleben. Und wenn man sich dabei ertappt, dass man öfter ans Online Casino denkt, als vielleicht gut ist, gibt es zuerst technische Möglichkeiten, mit denen man für eine gewisse Kontrolle sorgen kann. Und jedes seriöse Online Casino hat einen Kundendienst, der bei Problemen jederzeit ansprechbar ist.